Alster-Grachten-Fahrt in Hamburg 2024

Alster-Grachten-Fahrt in Hamburg 2024

 

In diesem Bericht: Liegen Bäume im Weg – Geht es hoch hinaus – Ist Feuer auf dem Tisch – Wird mit Wasser gespritzt - Gibt es Gedränge auf dem Wasser


In diesem Jahr wollten wir wieder einmal an der Alster-Grachten-Fahrt in Hamburg teilnehmen. Jährlich am Samstag nach dem 3.Oktober findet diese Fahrt statt, sie wird ausgerichtet vom VfL93. Wenn der 3.Oktober auf einen Donnerstag fällt, bietet sich für uns ein langes Wochenende in Hamburg an. 

Beim Bergedorfer Kanuclub


Wir hatten Quartier beim Bergedorfer Kanuclub, das ist zwar etwas weiter in die Innenstadt, aber schön ruhig gelegen an der Dove Elbe. Am Mittwoch reisten wir an, und an dem Tor befand sich ein Schlüsselkasten, den wir mit einer Nummer öffnen durften, und uns einen Transponder für das Bootshaus heraus nehmen konnten. Der 2.Vorsitzende kam dann im Laufe des Nachmittags vorbei. Vielen Dank für das Vertrauen, das uns entgegen gebracht wurde. 

Einsatzstelle in Wohldorf



Wir waren 7 Sportfreunde, nur wir beide, also Christine und Holger, hatten bereits zweimal an dieser Fahrt teilgenommen. Dieses Mal aber mit einer völlig anderen Organisation. Am Donnerstag sind wir die obere Alster gepaddelt, wie schon in den Jahre zuvor…. Aber im Vorfeld hatten wir beim ausrichtenden Verein angefragt, ob wir unsere Boote bis zum offiziellen Start am Samstag dort zwischenlagern können. Also sind wir am Donnerstag auf dem Weg zu unserem Startpunkt der Paddeltour beim VfL93 vorbei gefahren, und haben ein Auto zum Pendeln dort abgestellt. 

Dschungel auf der oberen Alster



Dann ging es weiter nach Wohldorf zu unserer Einsatzstelle. Das Wetter war kühl aber schön sonnig, etwas windig, es versprach ein toller Tag zu werden. Er wurde auch toll… ich kam mir vor, als ob ich im Dschungel paddele, und nicht nur das, es lagen Bäume kreuz und quer in der noch schmalen Alster, hätte die Alster einen noch höheren Wasserstand gehabt, wären wir unter manchen Bäumen wahrscheinlich nicht drunter durch gekommen. 

Insgesamt hatten wir auf dieser Strecke drei Umtragungen an Wehren, die aber einfach zu bewältigen waren. An der zweiten Umtragung machten wir unsere Mittagspause, Picknick aus dem Rucksack. Lange hielten wir uns allerdings nicht auf, denn es war doch zu kühl und windig, um lange zu rasten. Obwohl die Alster zwar eine flotte Strömung hatte, aber wir durch die Baumhindernisse teilweise aufgehalten wurden, zog sich unsere Tour doch in die Länge. 

Letzte Umtragung Fuhlsbüttel


Am Nachmittag hatten wir dann alle wohlbehalten unser Ziel, den VfL93, am Goldbekkanal erreicht. Unsere Kajaks durften wir auf einem leeren Bootshänger zwischenlagern. So waren sie schon am Startpunkt für die offizielle Alster-Grachten-Fahrt am Samstag. Während die Männer die Autos vom Startpunkt unserer heutigen Kanutour holten, wurde uns Frauen ein Tee angeboten, den wir dankbar annahmen.



Zurück im Bergedorfer Kanuclub haben wir zu Abend gegessen und Urlaubsfilme über den mitgebrachten Beamer geschaut. Am Freitag wollten wir Hamburg unsicher machen. 

Hamburger Rathaus



Am Freitagvormittag nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit dem Auto zum S-Bahnhof Nettelnburg, ungefähr 3km vom Kanuverein entfernt, gefahren, und von dort mit der Bahn zum Hauptbahnhof. Am Hamburger Hauptbahnhof tobte das Leben, Menschen über Menschen. Es gab nur die Flucht nach draußen. Unser Weg führte uns bei schönstem sonnigen Wetter zur Außenalster, einmal umrunden, dann zum Rathaus, was wirklich wunderschön ist. Wir wanderten an der Alster Richtung Landungsbrücken. Auch dort waren Himmel und Menschen unterwegs. In einem Restaurant mit schönem Blick auf den Hafen machten wir Mittagspause.

Blick von der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie


Gestärkt ging es zur Elbphilharmonie. Dort ging es auf der sehr langen Rolltreppe hoch hinaus zur Aussichtsplattform. Auf eben dieser kann man einmal außen um das Gebäude herum laufen und man hat einen fantastischen Ausblick auf den Hafen und die Landungsbrücken.



Wir hatten jetzt doch aber genug von den vielen Menschen, und sind zum nächsten U-Bahnhof, um Richtung Bergedorf zu fahren. Dort waren noch mehr Menschen. Nach einigen Stationen mussten wir wieder in die S-Bahn umsteigen, und es wurde merklich leerer. 

Abends machten wir lecker Raclette. Ein elektrisches Raclette hatten wir dabei, und zum Ausprobieren kleine Campingraclettes, die mit Teelichtern betrieben werden. Das hat überraschend gut geklappt, wir werden dieses wiederholen, gerne auch mal zu Hause.



Einmal kurz vor die Tür gegangen stellte sich uns die Frage: Haben wir es mit dem Raclette übertrieben? Die freiwillige Feuerwehr stand vor der Tür! Natürlich nicht… sie machten eine Übung an der Dove Elbe, und haben alles ausprobiert, einschließlich ihrer Löschgeräte, die Wasserfontänen waren ganz schön hoch.

Am Samstag früh hieß es sehr früh aufstehen, denn das war der Tag der offiziellen Alster-Grachten-Fahrt 2024, Startpunkt der VfL93. Es wurden 280 Teilnehmer erwartet, der Start war um 9.30 Uhr angesetzt. Da wir aber noch einen vernünftigen Parkplatz haben und unsere Kajaks in eine gute Startposition bringen wollten, sind wir frühzeitig von Bergedorf losgefahren. 

Angekommen beim VfL93 haben wir unsere Kajaks, die wir ja dort auf einem Bootshänger zwischengelagert hatten, abgeladen und für den Start vorbereitet. Es wurden noch belegte Brötchen und Kaffee oder Tee angeboten. Da nicht alle Teilnehmer auf einmal einsetzen konnten, gab es schon morgens ein Gedränge. Wir sind schließlich auch in die Kajaks eingestiegen und haben uns das Gewühl lieber vom Wasser aus angeschaut. 

Um 9.30 Uhr fiel der Startschuss, aber da waren noch lange nicht alle Teilnehmer auf dem Wasser. Es gab eine Rundtour, die zuerst zügig auf der Alster, Binnen- und Außenalster zur Rathausschleuse führte. Perfekt organisiert war diese schon offen, so das wir gleich hinein paddeln konnten. Auch die zweite Schaartorschleuse zum Hafen war offen. Zwischen beiden Schleusen ist es ein kurzer Weg. 

Auf der Außenalster



Auch im Hafen war alles perfekt mit Begleitbooten, der Wasserschutzpolizei und der Wasserrettung organisiert. Es fuhren keine Barkassen, so das das Wasser sehr ruhig war. Es ging bis zum Museumsschiff Rickmer Rickmers, dann zurück und vorbei an der Cap San Diego und dem Schaufelraddampfer Louisiana in das Nicolaifleet. Auf dem Rückweg wieder durch beide Schleusen in die Außenalster. In der Binnenalster gab es im Gurlitt Restaurant Mittagessen, entweder Chili con Carne oder Linsensuppe. Das war in der Tat sehr lecker. Wir durften die Stege vom Hamburger Segelclub nutzen. Dort gab es wieder jede Menge Helfer vom VfL93, die die vielen Kajaks etwas koordinierten und beim Aus- und Einsteigen halfen. 

Im Hamburger Hafen



Durch einige Kanäle Hamburgs ging der Rundkurs weiter, bis wir am Nachmittag wieder beim VfL93 angekommen sind. Dort erwarteten uns Bratwurst, Kuchen und Kaffee, und für die Teilnehmer noch ein Präsent. Wir verweilten noch etwas bevor wir unsere Kajaks aufluden und wieder Richtung Bergedorf gefahren sind. 

Im Nicolaifleet



Abends im Clubraum des Bergedorfer Kanuclubs ließen wir den Tag Revue passieren und mit einem gemütlichen Beisammensein beim Abendbrot ging unser schöner Ausflug nach Hamburg zu Ende. Am Sonntagvormittag sind wir alle wieder nach Hause gefahren.

Auf dem Rückweg



Vielen Dank an die Organisatoren vom VfL93 für die perfekt organisierte Fahrt, und an die Sportfreunde vom Bergedorfer Kanuclub für die herzliche Aufnahme und die Beherbergung. Wir kommen gerne wieder.

 

Text: Christine Born

Bilder: Holger Renger 

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